„youlab“ will Zukunftsperspektiven bieten

Firmenrundgang durch den Entsorgungsbetrieb enretec in Velten. Foto: Marco Winkler

Firmenrundgang durch den Entsorgungsbetrieb enretec in Velten.
Foto: Marco Winkler

Quelle: Märkische Allgemeine vom 20.01.2017

von Marco Winkler

Die Suche nach dem richtigen Azubi ist für viele Betriebe eine schwierige Aufgabe. Auf der Ausbildungsmesse „youlab“ präsentieren sich fast 80 Firmen – und werben für sich. Die ideale Chance für Schulabgänger, sich zu informieren und aus erster Hand zu erfahren, welche beruflichen Perspektiven sie im Landkreis erwarten könnten.

Velten/Oranienburg. Wenn Prokuristin Carola Hänel von der Arbeit des Entsorgungsfachbetriebs für dentale Abfälle enretec in Velten spricht, klingt das aufregend. 34 Mitarbeiter sorgen dafür, dass „Micky-Mouse-Mengen“ an Abfall aus Arztpraxen richtig entsorgt werden. Alte Röntgenstrahler, Spritzen, Amalgamfüllungen, aus denen Silber gewonnen wird. Drei Azubis packen mit an. „In den letzten Jahren hatten wir aber massive Probleme bei der Akquise“, so Hänel.

Schwierigkeit: Schlechte Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr und – Abfall klingt erst einmal „schmuddelig“, wenig fesselnd. Dass dem nicht so ist, will enretec als Premiumpartner auf der Ausbildungsmesse „youlab“ am 15. Februar in Oranienburg zeigen.

Einblick hinter die Kulissen des Entsorgungsfachbetriebs für dentale Abfälle in Velten. Foto: Marco Winkler

Einblick hinter die Kulissen des Entsorgungsfachbetriebs für dentale Abfälle in Velten.
Foto: Marco Winkler

77 Aussteller haben mittlerweile zugesagt, sich auf der Messe in der MBS Arena der Turm Erlebniscity zu präsentieren. Anmeldeschluss ist in wenigen Tagen. „Wir hätten Platz für 85 Aussteller, dann stoßen wir an unsere Kapazitätsgrenze“, so Philipp Gall, Leiter des IHK-Regionalcenters Oberhavel. Bei ihm laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Die 10 Premiummitgliedschaften sind alle vergeben.

Vize-Landrat und Noch-Winto-Chef Egmont Hamelow sieht darin etwas bewiesen: „Die Messe erfreut sich wachsender Beliebtheit bei den Azubis und Ausbildungsbetrieben.“ 1200 Besucher verzeichnet die Messe durchschnittlich. Bei 1800 Schulabgängern pro Jahr in Oberhavel keine schlechte Quote. Fokus der Messe: Vermittlung, Wirtschaftsförderung, beruflich Perspektiven im Landkreis aufzeigen. „Es geht darum, junge Leute in der Region zu halten“, so Gerald Zahn vom Regionalen Wachstumskern.

Organisatoren und Partner der Ausbildungsmesse „youlab“. Foto: Marco Winkler

Organisatoren und Partner der Ausbildungsmesse „youlab“.
Foto: Marco Winkler

Bei 400 dualen Ausbildungsmöglichkeiten und zahlreichen Studiengängen kein Leichtes. „Deshalb erzählen die Azubis selbst, warum sie sich für die Ausbildung bei uns entschieden haben“, so Olaf Neupert, Filialdirektor der MBS in Oranienburg (Bernauer Straße). Für ihn lohnt sich ein Messeauftritt: „30 Prozent unserer Azubis haben wir auf Messen rekrutieren können.“ Die Suche nach qualifizierten Schulabgängern ist nicht einfach. Manfred Speder, Geschäftsführer der AWU Velten, weiß das. „Gerade bei den Berufskraftfahrern ist es schwierig, Nachwuchs zu gewinnen.“

Birgit Hamann, Ausbilderin beim Fachgroßhandel Elgora sagt: „Für unsere beiden Ausbildungsberufe ist es enorm schwierig, aber wir geben die Hoffnung nicht auf.“ Resignation kann sich kein Betrieb erlauben. Auch Kay Duberow von der Turm Erlebniscity nicht. Hier gesucht: Fachangestellte für Bäderbetriebe. Duberow spricht von einem „Wettbewerb um eine geringer werdende Anzahl an Bewerbern“. Thorsten Ladwig, Geschäftsführer der Hennigsdorfer Firma Flamm­Sy­s­comp, prescht nach vorne: Er hat neben dem „König der Metallberufe“ (Werkzeugmechaniker) ein neues Berufsbild in petto: Facharbeiter für Stanz- und Umformtechnik. Was sich dahinter verbirgt, ist auf der „youlab“ am Mittwoch, 15. Februar, von 10 bis 18 Uhr in der MBS-Arena, André-Pican-Straße 42, zu erfahren. Der Eintritt ist frei.

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